Grüne Wege führen ans Ziel

Von der Druckerei zum Großhändler, von dort aus weiter in den Buchladen – der Vertrieb von Publikationen hat entscheidende Auswirkungen auf die Umweltbilanz von Verlagen. Es lohnt sich daher, die Transportwege im Auge zu behalten. Kurze Wege und umweltfreundliche Fahrzeuge schonen das Klima und verkleinern den ökologischen Fußabdruck. Und beim Versand per Post gibt es eine klimaneutrale Alternative.

Die Umweltwirkung von Publikationen reicht weiter als bis zum fertigen Buch oder zur druckfrischen Zeitschrift. Auch der Versand und die Auslieferung der Ware tragen zum ökologischen Fußabdruck von Verlagsprodukten bei. Denn der Vertrieb verbraucht Ressourcen, verursacht CO2-Emissionen und wirkt sich damit negativ auf die Umweltbilanz von Verlagen aus. Die Energiebilanz von Büchern und Zeitschriften kann sich dabei je nach Vertriebsform unterscheiden: So ist der Internetversand in der Regel etwas klimafreundlicher als der Verkauf über den Buchhandel – wobei der Vergleich jedoch entscheidend davon abhängt, mit welchem Verkehrsmittel der Kunde oder die Kundin den Weg in die Buchhandlung zurücklegt.

 

Regionale Produktionsketten zahlen sich doppelt aus

Verlage, die den Vertrieb ihrer Produkte klimafreundlich gestalten wollen, achten auf den Einsatz energieeffizienter Fahrzeuge, minimieren Leerfahren und halten die Transportwege möglichst kurz. Transportwege lassen sich auch dadurch verringern, dass Verlage bewusst mit regionalen Druckereien zusammenarbeiten. Gleichzeitig sollten sie die Großhändler dazu auffordern, für die Lieferung der Druckerzeugnisse in den Einzelhandel vorrangig regionale Dienstleister zu beauftragen. Die Reduktion von Verpackungsmaterial spart Platz und Gewicht und damit möglicherweise auch Transportwege.

Schließlich gibt es die Möglichkeit, die Klimafolgen des Versands auszugleichen. So bietet etwa der GoGreen-Service von DHL eine klimaneutrale Auslieferung der Ware an. Diese Versandoption berechnet die Emissionen durch den Transport. Der Verlag zahlt die in Geldwert umgerechnete CO2-Belastung. Dieser Betrag finanziert direkt internationale Klimaschutzprojekte.

 

E-Books nicht per se ökologischer

Die zunehmende Verbreitung elektronischer Medien macht es heute möglich, fast vollständig auf klimabelastende Transportwege zu verzichten. Generell umweltfreundlicher sind die elektronischen Medien deshalb jedoch nicht. Die Lesegeräte verursachen bei ihrer Produktion erhebliche Umweltbelastungen. Ob die Klimabilanz des E-Book-Readers trotzdem positiv ausfällt, hängt zum großen Teil vom Leseverhalten ab: Je intensiver das Gerät genutzt wird, desto besser ist seine Umweltbilanz.

Blauer Engel
für Druck-
erzeugnisse

Der Blaue Engel für Druck-erzeugnisse
Die neue Broschüre
Starte E-Paper

Ideen für grünere Seiten
Starte E-Paper

Ideas for Greener Pages
Start e-Paper